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„Eine Herzensangelegenheit“ – Interview mit Mattias Finzelberg, dem Erfinder und Wegbereiter der Kiddy-Caps

Matthias-Finzelberg

 

Herr Finzelberg, wie kamen Sie, ein international erfolgreicher Unternehmer aus dem Maschinenbau, auf die Idee, ausgerechnet Kinder-Zahnkronen zu entwickeln?
„Den Anstoß dazu bekam ich im Jahr 2008, als ich in einer Kinderzahnarztpraxis in Mannheim war. Dort sah ich ein vierjähriges Mädchen, bei dem hässliche Blechkronen eingesetzt wurden. Das hat mich damals sehr erschreckt.“

Gab es denn keine besseren Alternativen?
„Als ich die Zahnärztin danach fragte, wurde ich leider enttäuscht. Individuell angepasst Keramikkronen seien zu teuer und würden sich bei Milchzähnen nicht lohnen. Diese Antwort konnte ich kaum glauben. Kleine Kinder mit Blechzähnen? Schon bei dem Gedanken blutete mir das Herz. Und so stand mein Entschluss schnell fest: Eine kostengünstige, ästhetische und hochwertige Alternative musste her!“

Hatten Sie denn Erfahrung auf diesem Gebiet?
„Nein, aber als Maschinenbauer bin ich es gewohnt, ganz unterschiedliche technische Probleme kreativ anzupacken. Da werde ich zum Tüftler und lasse nicht locker, bis ich eine gute Lösung gefunden habe.“

Dann war das also eine ganz typische Aufgabe für Sie?
„Technisch gesehen, ja. Aber dieses Projekt hat nicht nur meinen Kopf angesprochen. Bei dem Anblick des kleinen Mädchens mit den Blechkronen wurde das Ganze zu einer Herzensangelegenheit. Ich konnte das so nicht hinnehmen. Das muss besser gehen, habe ich mir gesagt.“ Und Sie hatten Recht. Das sieht man an den Kiddy-Caps.

War die Entwicklung einfach?
„Einfach war sie sicher nicht, aber umso spannender. Insgesamt hat die Entwicklung der Kiddy-Caps sechs Jahre gedauert. Eine 600-seitige Technische Dokumentation, zahlreiche Prüfungen von renommierten Fachlabors und zwei international anerkannte Zertifizierungen waren nötig, damit Kinder heute nicht mehr mit Blechkronen leben müssen.“

Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Wie sind Sie vorgegangen?
„Wir mussten uns zunächst an das Thema herantasten. Gespräche mit Zahnärzten und Zahntechnikern waren dabei besonders wertvoll. Die ersten Versuche machten wir mit Kunststoff, den die Kinder aber in den Tests mühelos durchbissen. Doch dann kam mir die Idee, auf bewährte Materialien zurückzugreifen. Also entschieden wir uns für Zirkonoxidkeramik, einen erprobten, bioverträglichen Werkstoff, der schon seit vielen Jahren erfolgreich in der Zahntechnik eingesetzt wird.“

Wie ging es dann weiter?
„Nun konnten wir uns auf die Entwicklung eines sicheren und kostengünstigen Produktionsverfahrens konzentrieren. Das Spritzgussverfahren bot uns hierfür die besten Voraussetzungen. Wir entwickelten passende Werkzeuge, die wir so lange optimierten, bis unsere Kiddy-Caps in jeder Hinsicht perfekt waren. Dann drehten wir noch an allen möglichen Stellschrauben, um das Verfahren möglichst kostengünstig zu gestalten.”

Haben Sie in diesem Zusammenhang auch überlegt, im Ausland zu produzieren?
NEIN! Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs haben wir uns für eine Produktion ausschließlich in Deutschland entschieden. Und wir sind stolz darauf, dass sich unsere Kinder-Zahnkronen trotzdem durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen.”

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